Im norditalienischen Roana fanden in diesem Jahr vom 28. Juli bis 05.August die Cadetten- und Jugendeuropameisterschaften statt. Tim Schubert wurde vom DRIV für den Start in Pflicht und Kür nominiert. Damit hatte er die Chance, einen der letzten möglichen EM-Titel in der Kombination zu erlaufen.
Tim eröffnete den Pflicht-Wettbewerb und musste sich gegen die ausschließlich italienische Konkurrenz in Form von Davide Arminchiardi, Luca Innocenti und Matteo Penasso behaupten. Schon beim ersten Bogen, der Wende RVE, zeigte Tim starke Unsicherheiten und fiel auf den vorerst letzten Platz im Wettbewerb zurück. Den darauffolgenden Schlangenbogengegendreier LVA zeigte Tim souverän und konnte auf dem Niveau der drei Italiener mitlaufen. Jedoch wurde die Leistung mit vergleichsweise geringen Noten bewertet und die angestrebten Platzierungen befanden sich schon nach der Hälfte des Wettbewerbs außer Reichweite. Ein kleiner Patzer in der ungeliebten Schlinge RRE verbesserte die Situation nicht. So konnte auch ein fehlerfrei vorgetragener letzter Bogen(Schlangenbogendoppeldreier RRA) die Wertungsrichter nicht mehr umstimmen. Tim beendete den Wettbewerb auf dem vierten Platz mit 188.3 Punkten hinter den drei Italienern(Innocenti 208.4, Arminchiardi 197.9, Penasso 194.5). Das Feld der 11 Starter im Kür-Wettberb der Jugend Herren zeigte schon in den Trainings ein bestechendes Niveau. Die Kurzkür konnte der amtierende Jugendeuropameister Lorenzo Neri mit einem fehlerfreien Vortrag für sich entscheiden, selbstverständlich mit einer mit Dreifach-Lutz eingesprungenen Kombination. Tims Kurzkür war überwiegend positiv. Er konnte einen Doppel-Axel und einen Dreifach-Toeloop sauber präsentieren. Auch die Pirouetten und Schritte des Kurzprogramms stellten kein Problem dar. Allerdings stürzte Tim in der Kombination Dreifach-Toeloop Touren Dreifach-Salchow. Aufgrund der überragenden Konkurrenz beendete er die Kurzkür auf dem achten Platz. In der Langkür des folgenden Tages sah das Bild ähnlich aus. Tim ging als erster Läufer an den Start. Von Beginn an zeigte er Unsicherheiten. Ein unsauberer Doppel-Axel, eine unsaubere Kombination und ein nicht abgesprungener Dreifach-Rittberger verwehrten Tim eine Verbesserung seiner Platzierung. Er beendete den Wettkampf auf dem neunten Platz. Zwischen den beiden Favoriten Lorenzo Neri(ITA) und Pau Garcia Domec(SPA) entwickelte sich ein regelrechter Krimi um den Sieg, da beide Leistungen zeigten, an die der Rest der Konkurrenz nicht anschließen konnte. Am Ende konnte Neri seine Führung knapp verteidigen und den Wettkampf für sich entscheiden.
