NRIV – Kürpokal 27./28.09. – Celle
RST ist die Nummer 1 in Niedersachsen
Beim NRIV-Kürpokal wurden zum Saisonende nochmal die besten Kürläufer Niedersachsens gekürt. Der Wettbewerb, der zusätzlich zur Kadersichtung und Überprüfung dient, wurde in diesem Jahr in Celle ausgetragen. Wie sich schnell herausstellen sollte, hatte der niedersächsische Verband hier kein glückliches Händchen bei der Vergabe. Der neu verlegte Linoleum-Boden erwies sich als nahezu unbelaufbar, daran konnten auch zahlreiche Wischpausen wenig ändern. Selbst komplett mit Fox-Rollen bestückt rutschten die meisten Läufer eher durch ihre Küren. Die RST-Sportler bewiesen Ruhe und Konzentration. Gut eingestellt konnte trotz der widrigen Bedingungen der ein oder andere Doppelsprung gestanden werden. So führten acht Siege und zahlreiche Medaillen dazu, dass nach 2013 wieder der Mannschaftspokal ins Hummetal geholt werden konnte.



Nach dem EM-Start im Kürwettbewerb 2013 wurde Tim Schubert erstmals für einen EM-Kombinationsstart nominiert. In der Pflicht-Teilnehmerliste fanden sich dann ausschließlich drei italienische und unsere drei deutschen Läufer wieder. Bei den Pflicht-Trainings konnte man für die sechs Läufer teilweise bis zu acht Trainer auf der Bahn zählen, hier wurde sich kein Millimeter geschenkt. Etwas unglücklich durfte Tim den Wettbewerb mit der ersten Figur beginnen, konnte sich im zweiten Bogen dann deutlich steigern. Bei der SchlangenbogenSchlinge patzte Tim, und vergab die Chance auf eine Medaille. Auch mit einer tollen vierten Figur mit Wertungen über 8, reichte es am Ende nur für Platz 5 in der Pflicht.Bereits in den Trainings zum Kürwettbewerb zeigte sich das enorm hohe Niveau der Gruppe. Mit einem Sturz beim Doppelaxel und einigen kleineren Wacklern reichte es für Tim in der Kurzkür nicht für die erste Hälfte. Überzeugender und deutlich sicherer lief er die Langkür, einzig der Dreifach-Salchow wollte nicht so recht gelingen. Ein improvisierter zweiter Versuch brachte auch nur einen Sturz und Abzug in der B-Note ein. Am Ende standen recht ernüchternd Platz 7 in der Kür und Platz 4 in der Kombination auf den Ergebnislisten.

Eine Premiere gab es bei der Durchführung der Deutschen Meisterschaften in Freiburg. Die Wettbewerbe Schüler-C und Schüler-B fanden im Vorfeld der anderen Altersklassen statt.
Schon in guter Form für die Deutschen Meisterschaften zeigten sich die RST-Läufer bei den Norddeutschen Meisterschaften. Ausrichtender Landesverband war in diesem Jahr Sachsen-Anhalt. Der kleine Ort Niederndodeleben, ca. fünf Kilometer westlich von Magdeburg, gab sich alle Mühe mit der Ausrichtung. Der Parkettboden wurde im Vorfeld getestet. Im Wettbewerb war er gut belaufbar, der ein oder andere Läufer benötigte aber etwas Eingewöhnungszeit. Bei den Schüler-C Mädchen konnte Jossi dank guter Pflichtleistung und schwierigem Kürprogramm(Platz 2) am Ende die Kombination gewinnen. Clara hatte keine Möglichkeit in die Medaillenränge zu laufen. Bei den Schüler-B Mädchen schrammte Ananya mit Platz 4 knapp an einer Pflichtmedaille vorbei. Carina konnte in der Pflicht den Anschluss an die Spitze halten. Mit ihrem Sieg in der Kür reichte es dann sogar für Bronze in der Kombination. Bei den Schüler-A Jungen kam Tim weder in Pflicht, noch in der Kür an Daniel Domaschke heran. Deutlich verbessert in Ihren Kürprogrammen zeigte sich Saskia, die sich über Silber in der Kür und in der Kombination freuen konnte.

Zeitgleich zu den Norddeutschen Meisterschaften wurde Samira Sbrzesny vom Deutschen Rollsport-und Inline-Verband für den Wettbewerb Prestige International D’Issy in Paris nominiert. Im Wettbewerb der Cadetten belegte Samira Platz 7 gegen starke Konkurrenz aus Italien, Spanien, Frankreich und Dänemark.

Mit einer dreiköpfigen Mannschaft war der RST bei der erst zweitmalig ausgetragenen Trophy Roma Roll-Line Coppa Libertas vertreten. Neben dem frühen Test der ganz frischen Kürprogramme galt es für alle drei Läufer auch erstmals, ihr Können in der Pflicht auf internationales Parkett zu bringen. Mit genau diesem Parkett hatte der Veranstalter bereits im Januar Probleme. Durch Überschwemmungen wurde der Boden zerstört. Ausgewichen wurde auf eine Basketballhalle mit geklebten Bögen. Die Läufer empfanden den Boden als schwierig, unterschiedlich lackierte Flächen ergaben auch unterschiedlichen Grip im Verlauf der Bögen. Am Ende waren die Bedingungen für alle Teilnehmer natürlich gleich, und unsere Läufer konnten sich gut in der Konkurrenz behaupten. Bei des Espoirs lief Carina Schierholz auf Platz 6, Samira Sbrzesny bei den Cadetten auf einen guten 5. Platz und Tim Schubert bei den Cadetten Jungen auf Platz 4. Der erste Blick in die Kürhalle brachte einige Stirnfalten in die Gesichter der Trainer. Die Bahn bestand aus unzähligen aneinander gelegten MDF-Platten. Nach kurzer Eingewöhnung war aber klar, dass auch darauf ganz ordentlich gelaufen werden kann. Als erste unserer drei Läufer durfte Carina ihr neues Programm präsentieren. Nervenstark spulte sie ihre Kür ab, und vergab durch die missglückte Hacke am Ende vielleicht sogar den Sieg in ihrer Gruppe nur knapp, super Platz 2. Bei den Cadetten Jungen konnte Tim seinen aktuellen Leistungsstand abrufen, und mit Wertungen um 6,9 den Wettbewerb gewinnen. Als letzte Läuferin der Cadetten Mädchen startete Samira. Lief sie im ersten Teil ihrer Kür doch noch etwas verhalten, so blitzte dann in der zweiten Hälfte ihres Programms das verbesserte Leistungsniveau auf, das sie in ihren Trainingsküren zeigt. Das Resultat war ein guter Platz 5.
Ausrichter der Landesmeisterschaft 2014 war der MTV Treubund Lüneburg. Durch einen straffen Zeitplan und die Austragung der Pflicht- und Kürwettbewerbe in unterschiedlichen Hallen hatten Trainer, Läufer und Eltern einige logistische Aufgaben zu lösen. Auf die Ergebnisse der RST-Läufer sollte sich das nicht negativ auswirken. Neben tollen Einzelleistungen in den Spezialdiziplinen konnten Jossi van Aaken(Schüler C), Carina Schierholz(Schüler B), Samira Sbrzesny(Schüler A) und Saskia Schmidt(Junioren) mit dem Gewinn der Kombinationswertung ihrer jeweiligen Klasse glänzen.
Bei wunderschönem Wetter genossen 17 Rollsportler des RST die tollen Bedingungen auf und an der überdachten Freibahn in Bremerhaven. In den überwiegend großen Wettbewerbsgruppen galt es, sich gegen die beachtliche Konkurrenz zu behaupten. Dies glückte den meisten Sportlern, fast die Hälfte der RST-Läufer konnte eine Medaille mit nach Hause nehmen. Besonders überzeugen konnte Jossi van Aaken, die bei den Schüler-C Mädchen Pflicht, Kür und Kombination gewann.

Für die deutsche Mannschaft durfte erstmals Tim Schubert bei den Cadetten an den Start gehen. Nach dem Test in Rom im Februar, war es der erste internationale Pflicht-Start. Um so überraschender war für alle Beteiligten, dass Tim gleich den ersten Bogen mit Noten bis 7,8 für sich entscheiden konnte. In den folgenden zwei Figuren leistete er sich keinen Patzer und lief in der Spitzengruppe mit. Für den vierten Bogen war Tim als letzter Läufer ausgelost, es galt also bis zur letzten Sekunde die Nerven zu bewahren. Souverän gelangen dann auch die sechs Auswärtswenden, was Platz 2 in der Pflicht bedeutete. Den größten Anteil an diesem Erfolg hat sicher Sandra Woyciechowski, die Tim im Training unterstützt und auch in Freiburg betreute.