Vom 30.08. – 07.09. fand die diesjährige Europameisterschaft auf deutschem Boden in Harsefeld statt, ausgerichtet vom Landesverband Niedersachsen. Für RST Läufer Tim Schubert, der zurzeit in Freiburg studiert, war es das letzte große Event vor der Winterpause. Betreut wurde er von seinem Vater und Trainer André Schubert sowie vom deutschen Bundestrainer Luca Lallai. Für den letztjährigen Vizeeuropameister bei den Junioren war es dieses Jahr die erste EM bei den Senioren. Es war ein sehr starkes Starterfeld, nur Topnationen sind angetreten (3xItalien, 3xSpanien, 1xPortugal, 1xDeutschland), darunter WM 3. Sergio Canales (Spanien) und mehrfacher Europameister Lorenzo Neri (Italien), daher wurde ein Wettbewerb auf hohem Niveau erwartet, Tim machte sich keine großen Hoffnungen. Vor Ort kam es zu unerwarteten Herausforderungen wie stark veränderlicher Boden und sehr späte Wettkämpfe.
Am Freitag startete Tim als Vierter in der Gruppe mit den Topfavoriten Canales, Neri und Diogo Silva (Portugal). Er kam relativ sauber durch sein Kurzkür Programm. Leider unterlief ihm am Ende ein großer Patzer bei der Pirouettenkombination, zusätzlich noch einige kleinere Fehler wie nicht ganz die volle Umdrehungszahl beim Doppel-Axel und beim Dreifach-Toeloop, sodass er einige Punkte verlor. Daraus folgte Platz 8 nach der Kurzkür. Der Abstand nach vorne war aber nicht allzu groß. 
Da eine gute Platzierung sehr unwahrscheinlich war, ging Tim mit vollem Risiko in die Kür, alle Höchstschwierigkeiten ( 8 Dreifachsprünge) waren geplant. Leider war es von Anfang an aber kein sauberes Programm. In der ersten Hälfte stürzte er beim Dreifach-Rittberger und Dreifach-Flip, die in vorherigen Wettbewerben noch funktioniert haben. Auch ein Doppel-Axel, der im Training so gut wie immer klappt, war nicht abgesprungen. In der zweiten Hälfte konnte sch Tim noch einmal steigern und noch einige Punkte sammeln. Insgesamt war der 19-jährige sehr unzufrieden, dass er seine Trainingsleistung nicht abrufen konnte. Dennoch ein kleiner Trost, dass er Jorge Canales Rodriguez (Spanien) und Vincenzo Sarnataro in der Langkür geschlagen hat und somit auf Gesamtplatz 7 vor Canales aufrückte. Das Fazit des Freiburger Studenten: „Es war ein schlechter Wettbewerb aber mit einem positiver Ausblick: Meine Sprünge sind seit Jahren zum ersten Mal nicht weit weg vom Niveau der Top-Favoriten.“ Das weckt Hoffnung auf die kommende Saison.
